Misery (Musikvideo)
| Misery | |
|---|---|
| Musikvideo | |
| Interpret | Mute Tales |
| Song | Misery |
| Veröffentlichung | 22. August 2019 |
| Videotyp | One-Take-Musikvideo |
| Bildgestaltung | Schwarzweiß |
| Drehort | Aufenthaltsraum des Proberaums |
| Produktion | Julian Vornfeld |
| Kamera | Julian Vornfeld |
| Schnitt / Postproduktion | Julian Vornfeld |
| Inspiration | Tommy-Gun von Royal Republic |
| Video | YouTube |
Misery ist ein Musikvideo der Hamburger Alternative-Rock-Band Mute Tales. Es wurde am 22. August 2019 veröffentlicht und war nach The Second Circle das zweite Musikvideo von Julian Vornfeld.
Das schwarzweiße Video besteht aus einer einzigen durchgehenden Einstellung und war damit Vornfelds erster One-Taker. Die Kamera steht während des gesamten Songs statisch vor Nico Schulenburg, während die übrigen Mitglieder von Mute Tales nach und nach in das Bild eingreifen, ihn stören, mit Gegenständen versehen und die zunächst vergleichsweise ruhige Situation zunehmend ins Chaos überführen.
Als direkte gestalterische Vorlage diente das Musikvideo Tommy-Gun von Royal Republic, das ebenfalls als schwarzweißer One-Taker aufgebaut ist und einen Sänger zeigt, der während des Videos von seinen Bandkollegen gestört wird.
Im Gegensatz zum weitgehend konzeptlos und spontan entstandenen Vorgängervideo The Second Circle verfolgte Vornfeld bei Misery erstmals bewusst den Anspruch, mit einem einfachen, kontrollierbaren Konzept ein visuell geschlosseneres Musikvideo zu produzieren. Trotz der stärkeren Planung blieb spontane Improvisation ein wesentlicher Teil des fertigen Videos.
Entstehung
Nur kurze Zeit nach The Second Circle entstand mit Misery das zweite Musikvideo von Mute Tales.
Während das erste Video noch ohne ausgearbeitetes Konzept entstanden war und sich hauptsächlich aus spontanen absurden Situationen im Proberaum zusammensetzte, sollte Misery erstmals einer klareren formalen Idee folgen.
Julian Vornfeld wollte bei seinem zweiten Musikvideo bereits einen stärkeren optischen Anspruch verfolgen, gleichzeitig jedoch ein Konzept verwenden, das sich mit den vorhandenen Mitteln möglichst einfach umsetzen ließ.
Daraus entstand die Entscheidung für:
- eine einzige Location,
- eine statische Kamera,
- einen einzigen durchgehenden Take,
- Schwarzweiß und
- Nico Schulenburg als permanenten Mittelpunkt des Bildes.
Inspiration durch Royal Republic
Als unmittelbare Vorlage für das Grundkonzept diente das Musikvideo:
- Tommy-Gun von Royal Republic.
Das Video arbeitet ebenfalls mit einer einzigen schwarzweißen Einstellung, in deren Mittelpunkt der Sänger steht und im Verlauf des Songs zunehmend von seinen Bandkollegen gestört wird.
Vornfeld orientierte sich bei Misery sehr direkt an diesem formalen Prinzip.
Die konkrete Umsetzung wurde jedoch an:
- den vorhandenen Proberaum,
- die Mitglieder von Mute Tales,
- verfügbare Gegenstände und
- den spontanen Humor der Band
angepasst.
Dadurch entwickelte die Mute-Tales-Version trotz der deutlich erkennbaren Vorlage einen eigenen DIY- und Proberaumcharakter.
Drehort
Wie bereits Teile von The Second Circle wurde auch Misery im Umfeld des Mute-Tales-Proberaums gedreht.
Diesmal beschränkte sich das gesamte Musikvideo jedoch auf den:
- Aufenthaltsraum des Proberaums
Der Raum bleibt während des vollständigen Videos unverändert.
Im Hintergrund sind unter anderem Gitarren und typische Elemente des tatsächlich genutzten Aufenthalts- beziehungsweise Proberaumumfelds zu sehen.
Anders als bei The Second Circle wird die Location dadurch nicht ständig gewechselt, sondern bildet einen festen visuellen Rahmen für sämtliche Aktionen.
One-Take-Konzept
Misery wurde als vollständiger One-Taker umgesetzt.
Die Kamera bleibt während des gesamten Songs statisch und die Handlung entwickelt sich ausschließlich innerhalb des festgelegten Bildausschnitts.
Es gibt innerhalb der eigentlichen Performance keine regulären Schnitte zwischen verschiedenen Einstellungen.
Dadurch mussten die Aktionen der Musiker während eines vollständigen Durchlaufs funktionieren.
Das Konzept reduziert die technische Komplexität der Kameraführung, verlagert die Gestaltung aber vollständig auf:
- das Timing der Darsteller,
- ihre Bewegungen im Bild,
- die eingebrachten Gegenstände und
- die zunehmende Veränderung der Szene.
Statische Kamera
Die Kamera befand sich während des Videos fest an einer Position.
Damit unterscheidet sich Misery deutlich von Vornfelds späterem zweiten One-Take-Musikvideo:
Bei Misery entsteht die gesamte Bewegung vor der unbewegten Kamera.
Bei Invisible läuft Vornfeld dagegen selbst mit der Kamera rückwärts vor dem Sänger her und bewegt sich über eine etwa 100 Meter lange Strecke.
Die beiden Videos verwenden somit dasselbe Grundprinzip eines ungeschnittenen Takes, setzen es jedoch technisch nahezu gegensätzlich um.
Nico Schulenburg als Mittelpunkt
Nico Schulenburg bildet während des gesamten Videos den visuellen Mittelpunkt.
Zu Beginn ist die Situation noch vergleichsweise ruhig und übersichtlich.
Im Verlauf des Songs beginnen die übrigen Bandmitglieder jedoch zunehmend, in die Szene einzugreifen.
Nico wird:
- Gegenständen ausgesetzt,
- verändert,
- bemalt,
- nass gemacht,
- mit Kleidung und Objekten versehen und
- zunehmend mit unterschiedlichsten Dingen beladen.
Dadurch verändert sich das Bild kontinuierlich, obwohl Kamera und Hintergrund unverändert bleiben.
Dramaturgie
Eine klassische erzählerische Handlung besitzt Misery nicht.
Dennoch folgt das Video einer klaren visuellen Eskalation.
Das Grundprinzip lautet vereinfacht:
- ruhige Ausgangssituation
- ↓
- erste Störungen
- ↓
- immer mehr Personen und Gegenstände
- ↓
- zunehmendes Chaos
Der Humor entsteht deshalb nicht ausschließlich aus einzelnen Gags.
Auch die stetige Ansammlung von Gegenständen und Aktionen bildet selbst eine Art Dramaturgie.
Während Nico zu Beginn noch relativ unbehelligt vor der Kamera steht beziehungsweise sitzt, wird seine Situation im Verlauf des Songs immer absurder.
Geplante und spontane Elemente
Im Gegensatz zu The Second Circle wurde das Grundkonzept von Misery vor dem Dreh deutlich stärker geplant.
Fest stand insbesondere, dass:
- Nico der Mittelpunkt des Videos sein sollte,
- die Kamera unbewegt bleibt,
- das Video in einem Take gedreht wird und
- die übrigen Musiker ihn zunehmend stören.
Nicht sämtliche einzelnen Aktionen waren jedoch vollständig im Voraus festgelegt.
Ein wesentlicher Teil des Humors entstand weiterhin spontan während des Drehs.
Diese Mischung aus geplantem Rahmen und improvisierten Einzelideen prägt das fertige Video.
Die Zwiebel
Ein besonders deutliches Beispiel für die Spontaneität des Drehs ist eine Szene mit Burak Akbulut.
Burak fand während der Produktion spontan eine Zwiebel.
Er gab Ketchup darauf, biss zunächst selbst hinein und steckte die Zwiebel anschließend Nico Schulenburg in den Mund.
Die Szene war nach Angaben von Vornfeld nicht Bestandteil einer langfristigen Planung, sondern entstand unmittelbar aus der Situation am Drehort.
Sie wurde dennoch Teil des fertigen One-Takers und gehört damit zu den Beispielen dafür, wie stark das Video trotz seines festgelegten Grundkonzepts von spontanen Ideen lebte.
Yannick Worthmann auf dem Fahrrad
In einer weiteren Szene fährt Yannick Worthmann mit einem Fahrrad durch das Bild.
Dabei klingelt er.
Der entsprechende Klingelton wurde von Julian Vornfeld später zusätzlich in der Postproduktion in das Video eingefügt.
Das eigentliche Bild blieb damit zwar Bestandteil des ungeschnittenen Takes, der Gag wurde jedoch nachträglich durch Sounddesign verstärkt.
Gegenstände aus dem Off
Auch Vornfeld selbst beteiligte sich während der Aufnahme an der Handlung, ohne dauerhaft vor der Kamera zu erscheinen.
Aus dem Bereich außerhalb des Bildes warf beziehungsweise reichte er Nico unter anderem Gegenstände zu.
Dazu gehörten beispielsweise:
- ein Hut und
- ein T-Shirt.
Auf diese Weise konnte auch die Person hinter der Kamera Teil der zunehmend chaotischen Situation werden, ohne dass die statische Grundidee des Videos aufgegeben werden musste.
Bemalung
Im Verlauf des Videos wird Nico außerdem bemalt.
Die Veränderung seines Aussehens ist Teil der zunehmenden Eskalation des Videos.
Da alles innerhalb desselben Takes geschieht, bleibt die Bemalung anschließend sichtbar und wird Teil der weiteren Aktionen.
Dadurch sammelt die Figur im Verlauf des Songs gewissermaßen die Spuren der vorherigen Gags an.
Wasser
Nico wird während des Videos außerdem mit Wasser überschüttet.
Auch dieser Eingriff verändert seinen Zustand dauerhaft für den restlichen Take.
Wie bei anderen Aktionen kann die Szene aufgrund des One-Take-Konzepts nicht einfach isoliert betrachtet werden.
Alles, was während der Aufnahme mit Nico oder der Umgebung geschieht, bleibt für den restlichen Verlauf sichtbar.
Ansammlung von Gegenständen
Mit zunehmender Dauer des Videos werden immer mehr Gegenstände an, auf und um Nico platziert.
Dazu gehören unter anderem:
- ein Stuhl,
- Bestandteile beziehungsweise Zubehör aus dem Umfeld des Schlagzeugs,
- Bongos,
- ein Schirm,
- Kleidungsstücke und
- weitere vorhandene Gegenstände.
Die Auswahl folgt keinem ernsthaften narrativen Symbolsystem.
Die Gegenstände dienen vor allem dazu, die Situation immer absurder und visuell überladener werden zu lassen.
Schwarzweißgestaltung
Ein wesentliches visuelles Merkmal des Videos ist die vollständige Darstellung in Schwarzweiß.
Diese Gestaltung wurde unmittelbar von der Royal-Republic-Vorlage übernommen.
Gleichzeitig sorgt sie im fertigen Video für eine wesentlich geschlossenere Bildwirkung als beim kurz zuvor entstandenen The Second Circle.
Dort hatten unterschiedliche Räume und vorhandene Lichtquellen zu stark wechselnden Farbtemperaturen geführt.
Bei Misery spielt diese Art der farblichen Uneinheitlichkeit durch die Schwarzweißgestaltung keine vergleichbare Rolle.
Ob dies zum Zeitpunkt der Produktion bereits bewusst als technische Problemlösung verstanden wurde, ist nicht dokumentiert. Visuell führt die Entscheidung jedoch zu einer deutlich einheitlicheren Gesamtwirkung.
Bildkomposition
Die Bildkomposition bleibt während des gesamten Videos nahezu unverändert.
Nico nimmt den zentralen Bereich des Bildes ein.
Der Aufenthaltsraum, die an der Wand befindlichen Instrumente und weitere Gegenstände bilden einen permanent sichtbaren Hintergrund.
Da die Kamera nicht bewegt wird, entsteht visuelle Abwechslung ausschließlich dadurch, dass:
- Personen das Bild betreten und verlassen,
- Gegenstände hinzukommen,
- Nico verändert wird und
- die Szene immer stärker gefüllt wird.
Die Einschränkung auf einen einzigen Bildausschnitt wird dadurch selbst zum wesentlichen Gestaltungsmittel.
Humor
Wie bereits The Second Circle besitzt auch Misery einen deutlich humoristischen Charakter.
Der Humor ist diesmal jedoch stärker in ein festes Grundkonzept eingebunden.
Die zentrale Situation bleibt immer dieselbe:
- Nico versucht, innerhalb des Musikvideos zu bestehen, während seine Bandkollegen ihn kontinuierlich stören.
Die einzelnen Gags bauen auf diesem Prinzip auf.
Dazu gehören:
- die Zwiebel mit Ketchup,
- die Fahrradfahrt,
- geworfene Kleidungsstücke,
- Bemalung,
- Wasser,
- Instrumenten- und Proberaumgegenstände sowie
- die zunehmende Überladung des Protagonisten.
Spontaneität als Teil des Konzepts
Obwohl Misery wesentlich stärker geplant wurde als das vorherige Video, sollte der improvisierte Charakter nicht vollständig verschwinden.
Gerade die spontanen Reaktionen und zufällig gefundenen Gegenstände trugen dazu bei, dass die Produktion weiterhin wie ein Video von Mute Tales und ihrem tatsächlichen Proberaumumfeld wirkte.
Die Planung definierte damit hauptsächlich die Form.
Die konkreten Inhalte innerhalb dieser Form konnten weiterhin spontan entstehen.
Postproduktion
Da das eigentliche Musikvideo aus einem einzigen Take besteht, war kein klassischer Schnitt zwischen unterschiedlichen Kameraeinstellungen erforderlich.
Die Postproduktion umfasste jedoch dennoch Bearbeitungen.
Dazu gehörten insbesondere:
- die Schwarzweißgestaltung und
- einzelne Tonergänzungen.
Ein konkretes Beispiel ist die Fahrradklingel während Yannick Worthmanns Fahrt durch das Bild.
Der Klingelton wurde nachträglich von Julian Vornfeld hinzugefügt.
Vergleich mit The Second Circle
Zwischen The Second Circle und Misery liegt trotz der zeitlichen Nähe ein deutlicher konzeptioneller Unterschied.
| Merkmal | The Second Circle | Misery |
|---|---|---|
| Position in Vornfelds Videografie | Erstes Musikvideo | Zweites Musikvideo |
| Konzept | kaum ausgearbeitet; hauptsächlich spontaner Unsinn | klar definiertes One-Take-Grundkonzept |
| Locations | Aufenthaltsraum und Toilette | ausschließlich Aufenthaltsraum |
| Kamera | mehrere Einstellungen | eine statische Einstellung |
| Farbgestaltung | stark wechselnde Farben | konsequent Schwarzweiß |
| Visuelle Kontinuität | gering | deutlich stärker |
| Humor | einzelne absurde Situationen | zunehmende Eskalation innerhalb einer festen Situation |
| Inspiration | keine konkrete Vorlage | Tommy-Gun von Royal Republic |
Misery zeigt damit bereits beim zweiten Musikvideo einen ersten Versuch, die beim Vorgänger sehr freie und uneinheitliche Arbeitsweise durch formale Einschränkungen stärker zu kontrollieren.
Erster bewusster optischer Anspruch
Für Julian Vornfeld war Misery die erste Produktion, bei der er bewusst versuchte, gegenüber dem Vorgängervideo auch optisch etwas mehr zu liefern.
Der Anspruch war noch deutlich einfacher als bei späteren Produktionen.
Es ging nicht um:
- aufwendige Lichtgestaltung,
- komplexes Color Grading,
- hochwertige Kamerabewegungen oder
- cinematische Locationinszenierung.
Stattdessen bestand die Lösung darin, eine Situation auszuwählen, die sich mit den vorhandenen Mitteln zuverlässig kontrollieren ließ.
Die formale Beschränkung auf:
- eine Kamera,
- einen Bildausschnitt,
- einen Raum,
- Schwarzweiß und
- einen Take
war damit gleichzeitig eine praktische Produktionsentscheidung und der erste bewusste Schritt hin zu einer geschlosseneren visuellen Gestaltung.
Bedeutung für Julian Vornfeld
Innerhalb der Videoarbeiten von Julian Vornfeld besitzt Misery mehrere besondere Funktionen.
Es war:
- sein zweites Musikvideo überhaupt,
- sein erster One-Taker,
- sein erster Versuch eines stärker geplanten Musikvideokonzepts und
- eine seiner ersten Produktionen mit bewusst einheitlicher visueller Gestaltung.
Damit folgt das Video unmittelbar auf den Ausgangspunkt The Second Circle, zeigt jedoch bereits einen ersten Lernschritt.
Vornfeld begann hier erstmals, die Frage zu stellen, wie sich ein Musikvideo mit einem sehr einfachen formalen Konzept visuell kontrollierter gestalten lässt.
Entwicklung der One-Take-Arbeit
Das One-Take-Prinzip griff Vornfeld später noch einmal in wesentlich aufwendigerer Form auf.
Bei:
wurde die Kamera nicht mehr statisch verwendet.
Stattdessen lief Vornfeld mit der Kamera rückwärts vor Sänger Kevin Lessing entlang eines ungefähr 100 Meter langen Fußgängerwegs.
Dabei musste der Sänger zu genau geplanten Zeitpunkten verschiedene Darsteller und Situationen erreichen.
Die Entwicklung der beiden Videos lässt sich deshalb folgendermaßen beschreiben:
- Misery
- statische Kamera – die Handlung bewegt sich innerhalb des Bildes
- ↓
- Invisible
- bewegte Kamera – Sänger und Kamera bewegen sich gemeinsam durch mehrere Stationen
Trotz der sehr unterschiedlichen technischen Umsetzung beruhen beide Videos auf derselben Grundidee, einen vollständigen Song ohne regulären Schnitt zu inszenieren.
Entwicklung der Musikvideoarbeit
Misery gehört zu einer frühen Phase von Vornfelds Videoarbeit, in der Humor, DIY-Produktion und vorhandene Mittel noch besonders stark im Mittelpunkt standen.
Eine vereinfachte Entwicklung lässt sich folgendermaßen darstellen:
- The Second Circle
- erstes Musikvideo; weitgehend improvisiert
- ↓
- Misery
- erstes klar geplantes formales Konzept; erster One-Taker
- ↓
- Image of Society
- erster bewusster Versuch eines stärker cinematischen Looks
- ↓
- Die Weberin
- erstes Video, das Vornfeld selbst als wirklich cineastisch empfand
- ↓
- Flood of Fire / Overdose
- zunehmend vorab geplante Farb-, Licht-, Kamera- und Locationkonzepte
Damit dokumentiert Misery eine frühe Zwischenstufe zwischen vollständig improvisierter DIY-Arbeit und später zunehmend gezielter visueller Planung.
Bedeutung als Zeitdokument
Wie The Second Circle dokumentiert auch Misery den tatsächlichen damaligen Aufenthaltsraum des Mute-Tales-Proberaums.
Gitarren, Möbel und andere im Raum vorhandene Gegenstände bleiben im Bild sichtbar.
Da die Kamera während des gesamten Videos unverändert auf denselben Bereich gerichtet ist, entsteht zugleich eine vergleichsweise ausführliche visuelle Dokumentation dieses Raumes.
Das Video besitzt dadurch neben seiner Bedeutung als Musikvideo auch einen kleinen dokumentarischen Wert für die frühe Geschichte von Mute Tales.
Veröffentlichung
Misery wurde am:
- 22. August 2019
veröffentlicht.
Es folgte damit nur eine Woche nach dem ersten Mute-Tales-Musikvideo:
- The Second Circle – 15. August 2019.
Die beiden Videos bilden gemeinsam den Beginn von Julian Vornfelds Musikvideoarbeit.
Frühe Mute-Tales-Musikvideos
| Video | Veröffentlichung | Bedeutung |
|---|---|---|
| The Second Circle | 15. August 2019 | Erstes Musikvideo von Julian Vornfeld |
| Misery | 22. August 2019 | Zweites Musikvideo; erster One-Taker; erstes stärker geplantes visuelles Konzept |
Siehe auch
- Mute Tales
- Julian Vornfeld
- The Second Circle (Musikvideo)
- Invisible (Musikvideo)
- Image of Society (Musikvideo)
- Die Weberin (Musikvideo)
- Flood of Fire (Musikvideo)
- Overdose (Musikvideo)
- Nico Schulenburg
- Yannick Worthmann
- Burak Akbulut
- Salih Gehrke
Kategorie:Musikvideos
Kategorie:Mute Tales
Kategorie:Videos von Julian Vornfeld
Kategorie:Musikvideos 2019
Kategorie:One-Take-Videos
Kategorie:Schwarzweißvideos
Kategorie:DIY-Musikvideos