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Ocean of Doubt (Livevideo)

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Ocean of Doubt


Szene aus dem Livevideo Ocean of Doubt

Livevideo
Interpret Potrock
Song Ocean of Doubt
Veröffentlichung 15. September 2021
Aufnahme 48h Wilhelmsburg 2021
Aufnahmezeitraum 3.–5. September 2021 (genauer Tag nicht verifiziert)
Videotyp Livevideo mit Studio-Tonspur
Kameras Nikon D750
Fujifilm X-T30
Kamera Julian Vornfeld
Anzahl Kameras 2

Ocean of Doubt ist ein Livevideo der Hamburger Rockband Potrock. Das Bildmaterial entstand während eines Auftritts der Band beim Festival 48h Wilhelmsburg 2021, das vom 3. bis 5. September 2021 stattfand. Das fertige Video wurde am 15. September 2021 veröffentlicht.

Das Video verwendet Aufnahmen des tatsächlichen Liveauftritts, während als Tonspur die Studioaufnahme von Ocean of Doubt verwendet wurde. Innerhalb des Archivs wird die Produktion deshalb nicht als klassisch inszeniertes Musikvideo, sondern als Livevideo mit Studio-Tonspur eingeordnet.

Für Julian Vornfeld besitzt Ocean of Doubt eine besondere Bedeutung: Es war seine erste Videoarbeit für Potrock und zugleich sein erstes eigenständig produziertes Livevideo dieser Art. Die dabei gesammelten Erfahrungen flossen bereits wenige Wochen später in ein weiteres Livevideo für Redestruction und später in Potrocks Lesser Man ein.

Aufnahme bei 48h Wilhelmsburg

Das Bildmaterial entstand im Rahmen eines Potrock-Auftritts bei:

48h Wilhelmsburg 2021

Die Veranstaltung fand 2021 vom 3. bis 5. September statt.

Der genaue Tag des Potrock-Auftritts innerhalb dieses Festivalwochenendes ist im derzeitigen Archivstand noch nicht abschließend verifiziert und sollte daher nicht ohne weitere Quelle als exaktes Aufnahmedatum gesetzt werden.

Der Auftritt wurde ursprünglich nicht ausschließlich mit dem Ziel gefilmt, daraus ein eigenständiges Musik- beziehungsweise Livevideo für Ocean of Doubt zu produzieren.

Stattdessen waren die Aufnahmen Teil eines größeren geplanten Projekts.

Ursprünglich geplante Metal-Battle-Dokumentation

Die ursprüngliche Idee bestand darin, Potrocks Teilnahme am Wacken Metal Battle dokumentarisch zu begleiten.

Im Rahmen dieser geplanten Dokumentation sollten verschiedene Stationen der Band und ihrer Teilnahme am Wettbewerb festgehalten werden.

Der Auftritt bei 48h Wilhelmsburg wurde auch vor diesem Hintergrund gefilmt und sollte Material für die entstehende Dokumentation liefern.

Das langfristige Ziel des Wettbewerbs war für die teilnehmenden Bands die Möglichkeit, sich bis zu einem Auftritt beim Wacken Open Air durchzusetzen.

Potrock schieden jedoch im Halbfinale des Wettbewerbs aus.

Dadurch entwickelte sich die ursprünglich geplante Dokumentation nicht in der vorgesehenen Form weiter.

Das bereits vorhandene Videomaterial vom 48h-Wilhelmsburg-Auftritt blieb jedoch erhalten.

Entwicklung zum eigenständigen Livevideo

Nach dem Ausscheiden von Potrock aus dem Metal Battle wurde entschieden, einen Teil des bereits aufgenommenen Materials unabhängig von der ursprünglich geplanten Dokumentation zu verwenden.

Aus den Aufnahmen der Performance von:

Ocean of Doubt

entstand daraufhin ein eigenständiges Livevideo.

Das Video wurde somit ursprünglich als Bestandteil eines größeren dokumentarischen Projekts aufgenommen, erhielt erst im weiteren Verlauf jedoch seine endgültige Form als selbstständige Veröffentlichung.

Diese Entstehungsgeschichte unterscheidet Ocean of Doubt von späteren Potrock-Videos wie:

die von Beginn an als eigenständige, gezielt inszenierte Musikvideos geplant wurden.

Technisches Konzept

Die Aufzeichnung des Auftritts erfolgte mit einem bewusst kleinen Kamera-Setup.

Insgesamt standen lediglich zwei Kameras zur Verfügung:

  • eine Nikon D750 und
  • eine Fujifilm X-T30.

Damit musste aus nur zwei Perspektiven genügend verwertbares Material für ein vollständiges Video des Songs gewonnen werden.

Das Video stellt damit eine frühe Form von Julian Vornfelds Mehrkamera-Livearbeit dar.

Nikon D750

Eine Nikon D750 wurde für eine feste beziehungsweise kontinuierliche Perspektive auf Salih Gehrke am Schlagzeug verwendet.

Dadurch stand für den späteren Schnitt eine verlässliche Schlagzeugperspektive zur Verfügung.

Diese Kamera bildete gewissermaßen die konstante Perspektive des Videos, während die zweite Kamera flexibler eingesetzt werden konnte.

Fujifilm X-T30

Die zweite Kamera war eine:

Fujifilm X-T30

Diese wurde von Julian Vornfeld während des Auftritts aus der Hand bedient.

Im Gegensatz zur auf Salih ausgerichteten Nikon konnte Vornfeld mit der Fujifilm während des Konzerts auf unterschiedliche Musiker und Situationen reagieren.

Die bewegte X-T30-Perspektive lieferte damit den variableren Teil des Bildmaterials.

Durch den Wechsel zwischen:

  • der konstanten Schlagzeugaufnahme und
  • der handgeführten beweglichen Kamera

konnte trotz des sehr kleinen Setups ein Mehrkamera-Livevideo erstellt werden.

Kamerastrategie

Das Zwei-Kamera-System war einfach aufgebaut, stellte Vornfeld jedoch vor eine für ihn zu diesem Zeitpunkt neue Aufgabe.

Bei einem klassischen inszenierten Musikvideo können einzelne Performances mehrfach aufgenommen und später miteinander kombiniert werden.

Bei einem tatsächlichen Konzert existiert dagegen nur die einmalige Liveperformance.

Die handgeführte Kamera musste deshalb bereits während des Auftritts Entscheidungen darüber treffen:

  • welcher Musiker gerade gefilmt wird,
  • wann zwischen verschiedenen Bildmotiven gewechselt wird,
  • welche Momente des Songs besonders relevant sind und
  • welches Material später mit der zweiten Kameraperspektive kombiniert werden kann.

Diese Erfahrung wurde für Vornfeld bei späteren Liveproduktionen relevant.

Studio-Tonspur

Obwohl das Bildmaterial einen tatsächlichen Potrock-Auftritt zeigt, verwendet das veröffentlichte Video nicht den Konzertmitschnitt als endgültige Tonspur.

Stattdessen wurde die Studioaufnahme von Ocean of Doubt verwendet.

Das Video verbindet damit:

Livebild
+
Studioaudio

und ist innerhalb des Archivs entsprechend als Livevideo mit Studio-Tonspur einzuordnen.

Diese Unterscheidung ist insbesondere relevant, um das Video von:

  • klassischen Musikvideos,
  • vollständigen Konzertmitschnitten und
  • Livevideos mit tatsächlich aufgenommenem Konzertton

abzugrenzen.

Erstes Video für Potrock

Ocean of Doubt war die erste Videoarbeit von Julian Vornfeld für Potrock.

Damit begann seine spätere Reihe von Videoproduktionen für die Band nicht mit den stärker inszenierten Produktionen Image of Society oder Invisible, sondern mit einem vergleichsweise kleinen Livevideo.

Zu seinen späteren Potrock-Videos gehörten unter anderem:

Die Arbeiten unterscheiden sich dabei deutlich in ihrer jeweiligen Produktionsform.

Potrock-Videoarten

Die Potrock-Videos von Julian Vornfeld lassen sich innerhalb des Archivs grundsätzlich in unterschiedliche Produktionsarten einteilen.

Inszenierte Musikvideos

Zu den gezielt für einen Song inszenierten Produktionen gehören:

Für diese Videos wurden eigene Drehtage, Locations und visuelle Konzepte geplant.

Livevideos mit Studio-Tonspur

Dagegen entstanden:

aus Aufnahmen tatsächlicher Konzerte beziehungsweise Liveperformances.

Die Bilder zeigen die Band live, während für die fertigen Videos die jeweiligen Studioaufnahmen verwendet wurden.

Damit stellen sie eine eigene Form innerhalb der Potrock-Videografie dar.

Erstes Livevideo dieser Art

Für Julian Vornfeld war Ocean of Doubt das erste Livevideo, das er in dieser Form produzierte.

Die Produktion diente dadurch gleichzeitig als praktische Erfahrung darin, wie sich ein tatsächlicher Konzertauftritt mit mehreren Kameras so dokumentieren lässt, dass daraus später ein eigenständiges Songvideo geschnitten werden kann.

Insbesondere das Arbeiten mit nur zwei Kameras machte deutlich, welche Perspektiven während eines Konzerts besonders wichtig sind und welche Probleme entstehen können, wenn einzelne Momente nur aus einer begrenzten Zahl von Blickwinkeln vorhanden sind.

Weiterentwicklung bei Redestruction

Bereits kurze Zeit später konnte Vornfeld die bei Ocean of Doubt gewonnenen Erfahrungen bei einer weiteren Livevideoproduktion einsetzen.

Am:

25. September 2021

filmte er mit Redestruction sein zweites Livevideo dieser Art.

Zwischen der Veröffentlichung von Ocean of Doubt und diesem nächsten Dreh lagen damit nur wenige Tage.

Bei der Redestruction-Produktion veränderte Vornfeld Teile seiner bisherigen Arbeitsweise auf Grundlage der Erfahrungen, die er bei der Potrock-Aufzeichnung gesammelt hatte.

Ocean of Doubt kann deshalb als Ausgangspunkt einer unmittelbaren praktischen Entwicklung innerhalb seiner Livevideoproduktion betrachtet werden.

Weiterentwicklung bei Lesser Man

Die Erfahrungen aus Ocean of Doubt und der anschließenden Redestruction-Produktion flossen später erneut in ein Potrock-Livevideo ein:

Lesser Man

Lesser Man war das zweite Potrock-Livevideo von Julian Vornfeld.

Bei dessen Produktion konnte er auf die Erfahrungen der vorherigen Liveaufzeichnungen zurückgreifen und die Arbeitsweise entsprechend weiterentwickeln.

Nach Angaben von Vornfeld ist Lesser Man zugleich seine bislang letzte Videoarbeit.

Dadurch bilden die beiden Potrock-Livevideos innerhalb seines Videoarchivs zwei zeitlich voneinander getrennte Punkte derselben Entwicklung:

Ocean of Doubt
erstes Potrock-Video und erstes Livevideo dieser Art
↓
weitere Livevideo-Erfahrung mit Redestruction
↓
Lesser Man
zweites Potrock-Livevideo und Anwendung der gesammelten Erfahrungen

Bedeutung für Julian Vornfeld

Ocean of Doubt ist innerhalb der Arbeiten von Julian Vornfeld weniger wegen eines aufwendigen visuellen Konzepts als aufgrund seiner Funktion als Ausgangspunkt einer neuen Produktionsform von Bedeutung.

Vor dieser Produktion hatte er bereits Konzertfotografie und andere Formen der Videoproduktion betrieben.

Mit Ocean of Doubt entstand jedoch erstmals ein Livevideo, bei dem ein tatsächlicher Konzertauftritt gezielt aus mehreren Kameraperspektiven zu einem eigenständigen Video eines einzelnen Songs verarbeitet wurde.

Die Produktion vermittelte praktische Erfahrungen in:

  • der Auswahl sinnvoller Kameraperspektiven,
  • der Aufteilung von Aufgaben zwischen fester und beweglicher Kamera,
  • dem Filmen einer nicht wiederholbaren Liveperformance,
  • dem späteren Zusammenschnitt begrenzten Kameramaterials und
  • der Verbindung von Livebild mit einer Studiotonspur.

Diese Erfahrungen wurden nicht nur bei Potrock, sondern unmittelbar danach auch bei Redestruction genutzt.

Bedeutung innerhalb der Potrock-Zusammenarbeit

Rückblickend markiert Ocean of Doubt den Beginn von Vornfelds Videoarbeit mit Potrock.

Die spätere Zusammenarbeit entwickelte sich von dieser vergleichsweise kleinen Liveproduktion zu technisch und konzeptionell unterschiedlichen Projekten.

Nur wenige Monate später entstand mit:

Image of Society

sein erster bewusster Versuch, für Potrock ein stärker cinematisch angelegtes Performance-Musikvideo zu produzieren.

Eine Woche nach dessen Dreh folgte:

Invisible

als choreografierter One-Taker.

Damit lässt sich innerhalb weniger Projekte eine deutliche Erweiterung der Produktionsformen erkennen:

Liveaufnahme
↓
klassisches Performance-Musikvideo
↓
choreografierter One-Taker

Später kehrte Vornfeld mit Lesser Man noch einmal zum Livevideoformat zurück und konnte dort auf die seit Ocean of Doubt gesammelte Erfahrung aufbauen.

Ursprüngliches und endgültiges Projekt

Die Produktionsgeschichte von Ocean of Doubt lässt sich in zwei unterschiedliche Projektphasen einteilen.

Ursprüngliche Funktion

Das beim 48h-Wilhelmsburg-Auftritt aufgenommene Material sollte Bestandteil einer Dokumentation über Potrocks Teilnahme am Metal Battle werden.

Das Livevideo war damit zunächst nicht zwangsläufig als eigenständige Veröffentlichung geplant.

Endgültige Funktion

Nach Potrocks Ausscheiden im Halbfinale wurde das Dokumentationsprojekt in der ursprünglich vorgesehenen Form nicht fortgeführt.

Das bereits vorhandene Konzertmaterial erhielt deshalb eine neue Verwendung.

Aus der Performance von Ocean of Doubt wurde ein eigenständiges Video geschnitten und unabhängig von der geplanten Dokumentation veröffentlicht.

Die Entstehung des Videos zeigt damit zugleich, wie bereits aufgenommenes Archivmaterial durch eine Veränderung des ursprünglichen Projekts eine neue Funktion erhalten konnte.

Veröffentlichung

Das fertige Livevideo wurde am:

15. September 2021

veröffentlicht.

Die Veröffentlichung erfolgte nur kurze Zeit nach dem 48h-Wilhelmsburg-Auftritt.

Da das ursprünglich für eine größere Dokumentation gedachte Material als eigenständiges Video weiterverwendet wurde, ist Ocean of Doubt zugleich das erste veröffentlichte Ergebnis der Videozusammenarbeit zwischen Potrock und Julian Vornfeld.

Chronologische Einordnung

Projekt Datum Einordnung
Ocean of Doubt September 2021 Erstes Potrock-Video; erstes Livevideo dieser Art
Redestruction-Livevideo 25. September 2021 Zweites Livevideo dieser Art; Weiterentwicklung der bei Ocean of Doubt gewonnenen Erfahrungen
Image of Society 6. November 2021 Erster bewusst cinematisch angelegter Potrock-Musikvideodreh
Invisible 13. November 2021 One-Take-Musikvideo
Lesser Man später Zweites Potrock-Livevideo; Nutzung der zuvor gesammelten Livevideo-Erfahrung

Siehe auch


Kategorie:Livevideos Kategorie:Potrock Kategorie:Videos von Julian Vornfeld Kategorie:Videos 2021 Kategorie:Livevideos mit Studio-Tonspur Kategorie:In Hamburg gedrehte Videos Kategorie:In Wilhelmsburg gedrehte Videos