Redestruction
| Redestruction | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Deutschland, Leer |
| Genre(s) | Groove Metal, Thrash Metal, Hard Rock, Stoner Rock |
| Aktive Jahre | 2011–2025 |
| Status | Aufgelöst |
| Website | Offizielle Website |
| Letzte Besetzung | |
| Gesang, Gitarre | Robin "Al Robo" de Winter |
| Bass, Gesang | Hannes "Hotze" Bürger |
| Schlagzeug | Salih Gehrke |
| Ehemalige Mitglieder | |
| Schlagzeug | Michael van Allen |
Redestruction war eine deutsche Groove- und Thrash-Metal-Band mit Einflüssen aus Hard Rock und Stoner Rock. Die Band wurde 2011 in Leer in Ostfriesland gegründet und war bis 2025 aktiv.
Die letzte Besetzung bestand aus Gitarrist und Sänger Robin „Al Robo“ de Winter, Bassist und Sänger Hannes „Hotze“ Bürger sowie Schlagzeuger Salih Gehrke. Redestruction veröffentlichte 2020 das Debütalbum The Album sowie mehrere EPs, Kompilationen und Singles in Eigenregie. Ein geplantes zweites Studioalbum mit dem Titel St. Booze wurde nicht veröffentlicht.
Am 27. Dezember 2025 löste sich die Band nach einem Abschiedskonzert im Stellwerk Hamburg auf.
Geschichte
Gründung und erste Veröffentlichungen
Redestruction wurde 2011 von Robin de Winter und Hannes Bürger in Leer in Ostfriesland gegründet. Die ursprüngliche Besetzung wurde durch Schlagzeuger Michael van Allen vervollständigt.
Bereits im Gründungsjahr trat die Band lokal in Erscheinung und spielte unter anderem als Vorgruppe der griechischen Thrash-Metal-Band Suicidal Angels.
Im November 2012 veröffentlichte Redestruction in Eigenregie die erste EP Fuckin’ Metal.
Das Material auf der EP verband Thrash Metal mit Elementen des Melodic Death Metal. Die Songs enthielten Gitarrensoli, Tempowechsel sowie eine Mischung aus Growl- und Klargesang.
Im Oktober 2017 beging Redestruction das fünfjährige Bandjubiläum mit der unabhängig veröffentlichten Kompilation Five Years of Fuckin’ Metal. Die Veröffentlichung enthielt neu gemasterte Fassungen der Stücke der ersten EP sowie zusätzliche Bonustracks.
The Album und Besetzungswechsel
Am 22. Februar 2020 veröffentlichte Redestruction das Debütalbum The Album.
Wie bereits die vorherigen Aufnahmen wurde das Album vollständig mit analoger Technik aufgenommen.
Produziert wurde das Album von Harry de Winter, dem Vater von Robin de Winter, im Mastersound Studio in Wymeer. Um den Charakter einer Liveperformance zu erhalten, spielten die Musiker ihre Instrumente gemeinsam direkt auf Band ein, anstatt die einzelnen Spuren vollständig getrennt aufzunehmen.
Redestruction stellte das Album kurz vor dem ersten COVID-19-Lockdown in Deutschland im Jahr 2020 live vor.
2021 feierte die Band ihr zehnjähriges Bestehen.
Im Jahr 2020 kam es zudem zu einem Besetzungswechsel am Schlagzeug. Gründungsmitglied Michael van Allen verließ die Band und wurde durch Salih Gehrke ersetzt.
Legend of Wacken
Im September 2022 wirkten die Mitglieder von Redestruction gemeinsam mit Julian Vornfeld an den Dreharbeiten zur Serie Legend of Wacken mit.
Für eine Rekonstruktion des Wacken Open Air 1992 stellten sie die damalige Besetzung von Blind Guardian dar:
- Robin de Winter – Hansi Kürsch
- Hannes Bürger – André Olbrich
- Salih Gehrke – Thomen Stauch
- Julian Vornfeld – Marcus Siepen
Gedreht wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. September 2022 in Lütjensee. Die Gruppe performte mehrfach den Anfang und das Ende von Traveler in Time.
In der endgültigen Serienfassung sind vor allem Hannes Bürger und Julian Vornfeld deutlich zu erkennen.
- Hauptartikel: Legend of Wacken – Blind-Guardian-Dreh
St. Booze und die letzten Jahre
Nach der COVID-19-Pandemie kehrte Redestruction auf die Bühne zurück und begann mit der Arbeit an Material für ein geplantes zweites Studioalbum mit dem Titel St. Booze.
Mehrere für das Album vorgesehene Songs wurden 2024 unabhängig als Singles veröffentlicht.
St. Booze erschien am 1. Januar 2024. Es folgten S.T.F.U. am 29. März 2024 und Wrong am 27. Dezember 2024.
Obwohl die drei Songs für St. Booze vorgesehen waren, wurde das vollständige Album letztlich nie veröffentlicht.
Im Jahr 2024 nahm Redestruction außerdem am Wacken Metal Battle teil und erreichte das Halbfinale der Region Norddeutschland.
Die Band blieb bis Ende 2025 aktiv. Am 27. Dezember 2025 fand im Stellwerk Hamburg das Abschiedskonzert statt. Der Auftritt wurde von einem rund zehnminütigen Abschiedsvideo eröffnet und durch Musikvideos sowie Visualizer auf einer Leinwand begleitet. Im Anschluss daran löste sich Redestruction auf.
Abschiedskonzert
Das Abschiedskonzert von Redestruction fand am 27. Dezember 2025 im Stellwerk Hamburg statt und markierte den letzten Auftritt der Band.
Wie bereits beim Reunion-Auftritt von Mute Tales wurden auch bei diesem Konzert auf einer Leinwand begleitend Musikvideos, Visualizer und weitere Videoeinspieler gezeigt. Dadurch erhielt das Konzert einen stark retrospektiven Charakter und verband den Liveauftritt mit dem audiovisuellen Archiv der Band.
Abschiedsvideo
Zu Beginn des Konzerts wurde ein rund zehnminütiges Abschiedsvideo gezeigt.
Das Video begann mit kurzen Statements verschiedener Fans, die sich bewusst spaßhaft und übertrieben negativ über die Band äußerten.
Anschließend folgte ein Erzählerteil, der die Bandgeschichte in komprimierter Form zusammenfasste. Dabei wurden unter anderem folgende Themen aufgegriffen:
- 111 Konzerte – ergänzt durch Konzertaufnahmen, Fotos und einzelne humorvolle Szenen
- 111 Soundchecks – illustriert durch entsprechendes Videomaterial
- Auftritte in großen Locations
- Auftritte in kleinen Locations
- Auftritte in bekannten Locations
- Auftritte in ungewöhnlichen Locations
- von der Band erfundene Spiele
- die Entstehung von sieben Musikvideos
- zahlreiche Teaser und sonstige Promo-Clips
- der über die Jahre häufig dokumentierte Alkoholkonsum der Band
- weiteres Archivmaterial und verschiedenes „dummes Zeug“ aus dem Bandkontext
Im Verlauf des Videos wurden zunächst Ausschnitte mit Originalton verwendet, bevor später weiteres Material ohne Originalton mit Musik unterlegt wurde.
Den Übergang zur Band auf der Bühne bildete die Aussage:
- „Sagen wir: Hat sich nicht gelohnt.“
Setlist und Leinwandprojektionen
Die Setlist des Abschiedskonzerts verband Livesongs mit den dazu auf der Leinwand gezeigten Musikvideos, Visualizern und Videoarbeiten.
| Song / Programmpunkt | Leinwandinhalt |
|---|---|
| Intro | Abschiedsvideo |
| 1312 | Visualizer zu St. Booze |
| The Rag | Musikvideo |
| Lessons Unlearned | Livevideo mit Find-Edges-Effekt |
| On My Way | Musikvideo mit neuem Ende |
| Medley (Symptom of the Universe, Green Machine, Cannibal) | Visualizer mit Couch und Auto im Universum |
| Corruption | Visualizer mit trippigen Windows-Media-Player-Visuals und Dollar-Motiven |
| Again | Musikvideo |
| S.T.F.U. | Musikvideo |
| Everything Dies | Musikvideo |
| St. Booze | Musikvideo |
Die Videoeinspieler dienten nicht nur als visuelle Begleitung, sondern stellten zugleich eine Rückschau auf die Geschichte der Band und ihre verschiedenen audiovisuellen Produktionen dar.
Mitschnitt
Das vollständige Abschiedskonzert wurde mit einer VHS-Kamera aufgezeichnet.
Der Mitschnitt wurde später technisch überarbeitet, insbesondere im Ton, und zusammen mit den zugehörigen Visualizern auf VHS-Kassette veröffentlicht. Dadurch erhielt auch die Veröffentlichung des Konzertmitschnitts bewusst einen analogen und archivhaften Charakter.
Musikstil und Einflüsse
Redestruction beschrieb den eigenen Stil als „laut, rotzig, heavy“.
Die Band ordnete sich nicht ausschließlich einem einzelnen Genre zu und verband verschiedene Elemente aus Metal, Hard Rock, Punk und Hardcore.
In der frühen Phase wurde Redestruction vor allem von Thrash-Metal-Bands wie Testament sowie von der Melodic-Death-Metal-Band Hypocrisy beeinflusst. Entsprechend prägten aggressive Thrash-Riffs, schnelle Tempi und melodische Death-Metal-Elemente das frühe Material.
Später erweiterte die Band ihren Stil um Einflüsse von Heavy-Rock- und Groove-Metal-Bands wie Black Sabbath und Pantera sowie von Stoner-Rock-Bands wie Kyuss und Clutch.
Diese Einflüsse zeigten sich insbesondere in langsameren, stärker grooveorientierten Passagen und einer erdigeren musikalischen Ausrichtung.
Insgesamt bewegte sich der Stil von Redestruction zwischen Stoner Metal, Groove Metal, Hard Rock sowie Punk- und Hardcore-Elementen.
Die Texte behandelten häufig gesellschaftliche und politische Themen. Der Gesang war überwiegend rau und wechselte zwischen geschrienen, keifenden und klareren Passagen.
Bandmitglieder
Letzte Besetzung
- Robin "Al Robo" de Winter – Gitarre, Gesang (2011–2025)
- Hannes "Hotze" Bürger – Bass, Gesang (2011–2025)
- Salih Gehrke – Schlagzeug (2020–2025)
Ehemalige Mitglieder
- Michael van Allen – Schlagzeug (2011–2020)
Robin de Winter und Hannes Bürger waren Gründungsmitglieder der Band. Salih Gehrke stieß 2020 zu Redestruction und ersetzte den ursprünglichen Schlagzeuger Michael van Allen.
Diskografie
Studioalben
| Jahr | Titel | Anmerkung |
|---|---|---|
| 2020 | The Album | Debütalbum |
Unveröffentlichtes Album
| Titel | Status | Anmerkung |
|---|---|---|
| St. Booze | Nicht veröffentlicht | Geplantes zweites Studioalbum |
EPs und Kompilationen
| Jahr | Titel | Typ | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 2012 | Fuckin’ Metal | EP | Eigenveröffentlichung |
| 2017 | Five Years of Fuckin’ Metal | Jubiläumskompilation | Eigenveröffentlichung |
Singles
| Veröffentlichung | Album | |
|---|---|---|
| Wrong (Redestruction-Single) | 27 December 2024 | St. Booze |
| S.T.F.U. (Redestruction-Single) | 29 March 2024 | St. Booze |
| St. Booze (Redestruction-Single) | 1 January 2024 | St. Booze |
Fotografierte Konzerte
Videos
| Video | Veröffentlichung | Status |
|---|---|---|
| Again (Musikvideo) | 24 August 2021 | Released |
| Everything Dies (Musikvideo) | 13 June 2021 | Released |
| Lessons Unlearned (Livevideo) | 21 October 2021 | Released |
| On My Way (Musikvideo) | 8 October 2021 | Released |
| S.T.F.U. (Musikvideo) | 29 March 2024 | Released |
| St. Booze (Musikvideo) | 1 February 2024 | Released |
| Wrong (unrealisiertes Musikvideo) | Unrealized |
Fotoserien
Weblinks
Einzelnachweise
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